Wissenschaftler entwickeln Tarnkappe

ForschungInnovationKomponentenWorkspace

Forscher haben ein Material entwickelt, das in der Lage ist Strahlen umzuleiten und damit Objekte unsichtbar zu machen. Es soll vor allem im Mobilfunksektor eingesetzt werden, um Signale zu verstärken.

»Die Tarnkappen-Technologie lässt sich dazu nutzen Hindernisse, die Signale stören, verschwinden zu lassen«, meint David Smith von der Duke University in North Carolina. Er hat zusammen mit Ruopeng Liu und T.J. Cui eine Technologie entwickelt, die sich dazu nutzen lässt Dinge unsichtbar zu machen. Ganz soweit ist man derzeit allerdings noch nicht. Das dazu nötige Material ist zumindest bereits entwickelt und nennt sich Metamaterial. Es handelt sich dabei um eine künstlich hergestellte Struktur, die es so in der Natur nicht gibt. Der Stoff besteht aus 10.000 winzigen Glasfaser-Einzelstücken und absorbiert kein Licht, wodurch er unsichtbar wirkt.

Die ersten Versuche waren erfolgreich und auch das Militär hat bereits starkes Interesse an der neuen Technologie gezeigt. Die Wissenschaftler als potentielles Anwendungsszenario eher den Mobilfunk-Bereich im Auge. Mit dem Material beschichtete Sendemasten würden keine Interferenzen auslösen, wodurch die Signalstärke massiv erhöht wird. (Maxim Roubintchik)