EU stimmt biometrischen Pässen zu – und keiner merkt’s

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Finanzkrisen können ja auch was für sich haben. Wenn alle  Welt sich um’s Geld sorgt, kann man umstrittene Entscheidungen ganz unbemerkt durchschieben.

Und so hat am Mittwoch das Europäische Parlament dann auch ohne Rücksicht auf die Einwände von Datenschützern und Bürgerrechtlern der Einführung biometrischer Pässe mit Foto und Fingerabdruck zugestimmt. Die überwältigende Mehrheit der EU-Parlamentarier folgte einer nur unwesentlich geänderten Vorlage der Europäischen Kommission.

Immerhin wurde vom Parlament der Plan der Kommission verworfen, dass auch Kinder bereits mit biometrischen Ausweispapieren herumlaufen sollten. Dies allerdings wohl eher aus dem praktischen Grund, dass sich die Fingerabdrücke von Kindern im Wachstum noch verändern – denn eigene Pässe für Kinder will das Parlament schon einführen.

Wer übrigens keine Fingerabdrücke beibringen kann – sei es, dass er seine Hände verloren hat, sei es, dass sie, wie z.B. bei Maurern nicht ungewöhnlich, durch die Arbeit unbrauchbar geworden sind -, muss sich, wenn er sich auf Reisen begeben will, um einen temporären Pass mit einjähriger Gültigkeit bemühen. [gk]

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