Windows 7 im 5-Minuten-Check

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Vielleicht noch Ende 2009 soll Windows 7 in den Handel kommen. Was bringt das neue Betriebssystem für Unternehmen? Alle Fakten im Schnelldurchlauf.

Zeit müsste man haben. Dann könnte man in Ruhe die zahlreichen Papiere und Vorabinfos lesen, die Microsoft schon jetzt zu seinem neuen Betriebssystem Windows 7 veröffentlicht hat.

Oder man könnte sich die Betaversion herunterladen und dann ausprobieren. Schließlich wird das neue Betriebssystem spätestens Anfang 2010 auf den Markt kommen und dann sollten IT-Manager schon wissen, ob es sich lohnt, umzusteigen.

Doch Manager haben bekanntermaßen keine Zeit für lange Test- oder Lektüresitzungen. Und wenn sie die hätten, würden sie das nicht zugeben. Deshalb hat die Redaktion eWEEK die wichtigsten Features zusammengesucht und stellt diese im Schnelldurchlauf vor. In fünf Minuten wissen Sie über Windows 7 Bescheid.

Die wichtigsten Features für Unternehmen

Management
Die Benutzerkonten-Steuerung (User Account Control, UAC) kann individuell angepasst werden, so dass beispielsweise weniger Abfragen aufpoppen. Auch die Gruppenrichtlinien werden überarbeitet.

Mobile Mitarbeiter
Direct Access erlaubt den direkten Zugriff des Admins auf Notebooks via Internet. Angeblich ohne VPN. Sicherheit beim Datentransfer gewährt die Verschlüsselung Ipv6-over-IPsec. Direct Access übernimmt auch die Authentifizierung, der Mitarbeiters unterwegs, beispielsweise über Smart-Cards.

Verbesserte Netzwerk-Performance
BranchCache sorgt für schnelleren Datenzugriff im Netzwerk. Daten, die ein Mitarbeiter aufruft, werden im Cache vorgehalten. Ruft ein Kollege diese Daten auf, sind die Daten schneller auf dem Bildschirm. BranchCache unterstützt HTTP, HTTPS und SMB.

Suchen im Netzwerk
Bei Suchanfragen werden die bisherigen Suchen miteinbezogen. Bibliotheken (Libraries) präsentieren Dokumente, die in verschiedenen Ordnern oder Laufwerken liegen, in einer Ansicht. Der Admin kann die meist nachgefragten Quellen ins Startmenü der Mitarbeiter legen.

Datensicherheit
Bitlocker To Go erweitert die Verschlüsselungsfunktion auf portable Medien wie externe Festplatten oder USB-Sticks.
Außerdem werden automatisch versteckte Boot-Partitionen angelegt.

Applikationskontrolle
App Locker ermöglicht differenzierte Regeln, welche Anwendungen laufen dürfen und welche nicht. Publisher Regeln auf Basis der digitalen Signaturen einzelner Programme, überprüfen, ob bestimmte Programmversionen oder Updates erlaubt sind oder nicht.

Virtual Desktop
VDI (Virtual Desktop Infrastructure) erlaubt Anwendern remote auf ihren Desktop zuzugreifen. Die Virtual Machine und alle Daten werden auf dem Server gehostet.

Die Fenster in Windows 7 lassen sich einfach ganz transparent machen, dann erscheinen die Mini-Anwendungen auf dem Desktop. (Bild: Microsoft)

Automatisierung
Power Shell 2.0 automatisiert sich wiederholende und komplizierte Aufgaben mit einer Scripting Language.

Deployment
Das Erstellen von Images und die Migration werden erleichtert. Einfache Migration von Vista auf Windows 7.

Hardware-Voraussetzungen
Nicht höher als bei Windows Vista. Also: 1 Ghz-Prozessor mit 32 oder 64Bit, 1 GB RAM, 16 GByte Festplatte, DirectX 9-Grafikkarte mit 128 MB Speicher (für Aero), DVD-R/W Laufwerk

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Die Bedienung von Windows 7


Task-Leiste

Die Programme lassen sich beliebig anordnen, außerdem gibt es eine Vollbildvorschau, bevor man das jeweilige Fenster öffnet.

Fensteransichten
Das Vergrößern, Verkleinern der Fenster soll viel intuitiver werden.
Schiebt man die Fenster in entgegengesetzte Richtungen auf dem Desktop, werden diese automatisch nebeneinander platziert. Praktisch für alle Anwender, die bisher immer zwei Windows Explorer umständlich nebeneinander setzen, um Ordner-Inhalte zu vergleichen oder Dateien zu kopieren.

Transparente Fenster machen die Windows-Mini-Anwendungen auf dem Desktop sichtbar.

Sprunglisten
Häufig benutzte Dateien tauchen beim Rechtsklick auf das Programm-Icon auf.

Internet Explorer 8
Verbesserungen bei Suche, Navigation, Registerbrowsen, Sicherheit und Favoriten. Bei der Sofortsuche wird der bisherige Browserverlauf mit einbezogen, um die Trefferlisten einzuschränken.

Wird das Notebook längere Zeit nicht benutzt, dann regelt Windows die Helligkeit des Bildschirms runter. (Bild: Microsoft)

Energiesparen
Besseres Stromspar-Management. Wird ein Notebook längere Zeit nicht genutzt, dann wird der Bildschirm dunkler.

Geräteverwaltung
Alle Geräte werden über den Geräte- und Drucker-Bildschirm angeschlossen und verwaltet, egal, ob es sich um Drucker, Handys oder mobile Media-Player handelt.

HomeGroup
Einfachere Installation eines Heimnetzwerks

Alle angeschlossenen Geräte verwaltet Windows über den Geräte- oder Drucker-Bildschirm. (Bild: Microsoft)

Action Center
Ersetzt die vielen Windows-Meldungen und -Warnungen. Der Anwender kann hier selbst regulieren, wie viele Meldungen und Hinweise, die auf dem Bildschirm erscheinen sollen.

Windows Touch und Handschriftenerkennung
Unterstützung für Touch-Screen-Monitore und verbesserte Erkennung bei Stifteingabe, vor allem wichtig bei Tablet PCs.

(Mehmet Toprak)

Weblinks
Windows 7 Test auf PCpro
Windows 7 Download
Neue Features
Microsoft Technet
Windows 7 Team Blog