Frischer Ansatz: WLAN-Router fürs Handy

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Bislang hat sich ein Mobiltelefon mit WLAN beim PC bzw. im LAN des Hauses eingewählt, um deren Breitbandzugänge zu nutzen. Atheros dreht die Sache um und macht das Handy zum Access-Point – für bis zu vier Fremdsurfer.

Wie jeder normale Hotspot oder Wi-Fi-Zugangspunkt verhalte sich ein Smartphone mit Atheros WLAN-Chip. Ins Internet gehe es dann zum Beispiel via HSPA (High-Speed Packet Access). Für die nötige Sicherheit sorge der WPA2-Support (Wi-Fi Protected Access). Schön. Aber! Wer nicht einmal mit der UMTS-Performance seines Handys zufrieden ist, hält vier Surfgäste sicher im ersten Moment für eine Schnapsidee. Gedacht ist der Miniatur-Router wohl auch nicht für den Dauereinsatz, sondern in erster Linie als (Not-) Lösung für Gruppen an Orten, wo keinerlei Infrastruktur vorhanden ist und sich nicht so leicht aufbauen lässt. Zum Beispiel für mobile Gruppen bei Kletter- und Querfeldeintouren, für abgelegene Camps, kurzfristige Events oder auf Baustellen. Und natürlich als Notsystem, falls das Hauptnetz etwa auf einer Messe oder im Betrieb mal wieder ausfällt.
Greg Wood von Atheros kündigte den Routerchip an, ohne aber verraten zu wollen, welcher Handyhersteller diesen einbauen werde. Aber es soll angeblich in diesem Jahr einige Abnehmer geben.
Der Hersteller ist übrigens nicht allein am Thema dran, denn Novatel Wireless führte auf der CES sein kommendes batteriebetriebenes MiFi-Modul vor. Es sieht aus wie eine Kreditkarte und erlaube bis zu fünf Nutzern gleichzeitig, auf den Breitband-Zugang des Mobiltelefons zuzugreifen. Nach etwa vier Stunden sei der Saft alle und man müsse nachladen. Dank Linux-Basis könne man auf der Karte sogar Applikationen von Drittherstellern hosten. MiFi komme etwa im Sommer zum Preis von ungefähr 200 Dollar. (rm)

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