CES: SanDisks schnelle Flash-Festplatten der nächsten Generation

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Der Speicherspezialist zeigt auf der amerikanischen Elektronikmesse Solid State Drives (SSD) der neuen Generation – die Flash-Festplatten nutzen Toshibas Chips in 43nm-Fertigungstechnik.

SanDisk kündigt zum Einen ausgesprochene Niedrigpreis-SSDs an, zum Anderen bewirbt man Business-Produkte, die besonders lange halten sollen und dennoch niedrige Zugriffszeiten bieten. Beide Gerätelinien basieren auf Toshibas Multi Level Cell (MLC) Flash-Speicher in 43nm, dessen Massenfertigung erst vor wenigen Wochen begann. Die schnelle SATA-Schnittstelle ist Standard für beide Produktfamilien.

Ausgesprochene Business-Geräte sind die SSD C25-G3-Festplatten im 2,5-Zoll-Format und die kompakte SSD C18-G3 mit 1,8 Zoll. Beide G3 Flash-Produkte nutzen die SATA II Schnittstelle und bieten eine Leserate von 200 MByte und eine Schreibrate von 140 MByte pro Sekunde. Um die Flash-Vorteile beim Zugriff auf verteilte kleine Dateien besonders anzupreisen, erfindet der Hersteller eine neue PR-Maßeinheit – die virtuelle Umdrehungszahl (vRPM). SanDisk spricht in diesem Fall von 40.000 vRPM und verdeutlicht damit die verbesserten Transferraten gegenüber älteren SSDs und Festplatten.

Die wertigen Business-Produkte erscheinen mit 60 GByte für 150 US-Dollar. Die Version mit 120 GByte kostet 250 US-Dollar und das Spitzenmodell mit 240 GByte doppelt so viel. Bei normaler Nutzung geht der Hersteller von einer langen Gerätehaltbarkeit aus. Der Hersteller spricht in diesem Fall von einer Long-term Data Endurance (LDE) von 100 Jahren.

Die günstigeren SSDs hören auf den Familiennamen SanDisk pSSD-P2 und pSSD-S2. Die Modelle fassen 8, 16, 32 und 64 GByte. Erste Referenz-Systeme nehmen die SSDs im Programm auf als Alternative zu normalen mobilen Festplatten.

 

Preise für die pSSD-Familie wurden nicht genannt. SanDisk deutet an, dass die 32-GByte-Version preislich im OEM-Markt konkurriert mit den derzeit eingesetzten Netbook-Festplatten mit bis zu 160 GByte Speichervolumen. Der Verkauf an Systemhersteller ist für das zweite Quartal geplant. (Martin Bobowsky)