CES: HDMI und Display Port machen sich bereit für 3D-Monitore

KomponentenMobileWorkspaceZubehör

Die amerikanische Konsumelektronik-Messe zeigt verbesserte Versionen der digitalen Bildschnittstellen für Monitore – die Verbesserungen stehen ganz im Zeichen der dreidimensionsionalen Darstellung von Kinofilmen am heimischen PC.

Die digitale Videobuchse HDMI ist schon vielfach verbaut und der Markt wächst weiterhin. Aber auch der Konkurrenzstandard Display Port schlägt ich gut.

Die Monitorschnittstelle HDMI wird auf zukünftige Anforderungen vorbereitet. Fünf Verbesserungen für den Standard sind geplant. Welche Versions-Nummer der Interconnect tragen wird ist bislang auf der Messe nicht mitgeteilt worden:

Das HDMI-Konsortium verbessert die Bandbreiten nochmals, damit mehrere hochauflösende Bildströme parallel übermittelt werden können. Bei den hohen Bandbreiten ist es auch möglich 3D-Bildschirme mit der notwendigen Datenrate zu versorgen.

– Das Konsortium spricht von höheren Bildauflösungen mit einem Kabel für 2x- und 4x HD-Bildformate der nächsten Generation. Der Standard war anfangs für Pixelfrequenzen von 165 MHz  mit einer Datenrate von 4,95 GBit pro Sekunde ausgelegt und bietet heute 340 MHz mit 10,2 GBit pro Sekunde.
– Netzwerk-Datenströme können nun als Ethernet-Kanal parallel zu den neuesten Audio- und Video-Codecs übertragen werden. Thiel Audio stellt mit zöet dB1 bereits ein audio-only Ethernet System vor.
– Für den Rückkanal vom Monitor zum Receiver oder PC ist nun auch ein digitaler Audio-Kanal berücksichtigt worden – S/PDIF Kabel werden damit überflüssig.
– Der Datenstandard wird mobil. Die Autoindustrie plant für die Auto-Unterhaltungselektronik diesen Videoübertragungsstandard mit ein. Mit der neuen Version wird die mechanische Robustheit gesteigert.
– Als Antwort auf die konkurrierende noch kompaktere Schnittstelle Display Port, plant die Industrie eine kleinere Version der HDMI-Buchse mit 19 Pins.

Auf der CES kamen auch weitere Details über den neuen Display Port Standard an das Tageslicht: Die VESA sprach von einer höheren Display Port Bilddatenrate von 5,4 GBit pro Sekunde. Zukünftige Videobilder können so mit einer Auflösung von bis zu 3840 × 2160 Pixeln betrachtet werden und das bei einer Bildwiederholrate von 30 Vollbildern pro Sekunde. Nutzer sollen in dem Display Port 1.2-Standard zwei Displays in WQXGA-Auflösung mit 2560 × 1600 Pixeln betrachten können. Ist die Bildschirmauflösung mit 1920 × 1200 Bildpunkte geringer, können sogar vier Displays parallel mit einem Kabel angesprochen werden. 3D-Bilder am Monitor sollen in Full-HD-Auflösung bei 120 Hertz auch möglich sein. (Martin Bobowsky)