CES: Die Tristesse der Krise

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Zwar haben die üblichen Verdächtigen sich wie gehabt bemüht, dem CES-Publikum allerlei Innovationen zu präsentieren; beim Drumherum allerdings ist zumindest derzeit der Lack ab.

Den Las-Vegas-Glamour jedenfalls, für den die am Sonntag zu Ende gegangene Elektronikmesse berühmt-berüchtigt war, mochte in diesem Jahr niemand mehr bezahlen – keine Prunk-Parties, keine knapp bekleideten “Booth Babes”.

Bei Ausstellern und Besuchern war das Interesse erkennbar rückläufig – mit 130.000 Gästen waren 10.000 weniger da als im Vorjahr, und die Zahl der vertretenen Firmen sank von 3.000 auf 2.700. Ein Groß-Zelt, das in vergangenen Jahren dazu diente, zusätzliche Ausstellungsfläche zu schaffen, wurde folglich auch kaum genutzt.

Und wer da war, kam, um Geschäfte zu machen – ohne allerdings wirklich Revolutionäres im Gepäck zu haben. Die meisten vorgestellten Produkte waren Updates; die interessantesten Entwicklungen stammten aus dem Software-Bereich, zum Beispiel die Windows 7-Beta oder Yahoo-Widgets, die Fernsehern den Zugang zum Internet ermöglicht.

Einen Überraschungserfolg konnte Palm mit seinem neuen Smartphone Pre verbuchen, das einen Preis als bestes Produkt der Messe erhielt, und das nach Meinung von Analysten ein echtes Comeback des Herstellers einleiten könnte.

Immerhin kann die CES nach diesem eher mäßigen messeverlauf halbwegs optimistisch auf 2010 warten: Sie wird nämlich von dem Rückzug von Apple von der MacWorld profitieren und im nächsten Jahr selbst einen Apple-Bereich einrichten. [gk]

Yahoo / AFP