Studie: Java kann Wirtschaftlichkeit verbessern

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Die Firma expeso befragte Software-Unternehmen zur Wirtschaftlichkeit von Software-Projekten. Ergebnis: Wer in Anforderungs-Analyse und Schulung der Sotware-Mitarbeiter investiert, erzielt Erfolge. Doch die meisten tun dies nicht.

Viele Unternehmensanwendungen greifen heute auf Java-Technologien zurück. Doch häufig behindern organisatorische Mängel den Erfolg von Software-Projekten. Zwischen September und November 2008 führte die Mannheimer expeso GmbH die nach eigenen Angaben erste systematische Expertenbefragung zum Thema Java-Technologien durch.

Unter dem Namen »Java Trendbarometer« wurden die Ergebnisse der Erhebung Ende Dezember veröffentlicht.In Foren von IT-Leitern kommen diese Themen nun erneut auf; die meisten Beiträge  beziehen sich vor allem branchentypisch auf die mangelnde Bereitschaft der Arbeitgeber, in die Technik und das Projektmanagement zu investieren, die Studie würde ihnen aber Zahoen in die Hand geben, solche Invstitionen »beim Chef»« zu verargumentieren.

Den Spezialisten zufolge bietet sich in Zusammenhang mit Verwendung von Java vielerorts noch erhebliches Optimierungspotenzial in Sachen Wirtschaftlichkeit von Software-Projekten. Zukünftig soll das Barometer zweimal pro Jahr über die aktuelle und zukünftige Bedeutung verschiedener Java-Technologien informieren. Diese hätten für Unternehmens-Anwendungen eine große Bedeutung; das Trendbarometer liefere IT-Entscheidern gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation interessante Ansätze, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, erklärt auch Markus Roth, Geschäftsführer der expeso GmbH.

Den Experten zufolge finden Fehler besonders häufig im Projektmanagement statt: 60 Prozent der Befragten glauben, dass der Anforderungs-Analyse zu wenig Bedeutung zugemessen wird, zwei Drittel beanstanden eine mangelnde Entwickler-Dokumentation. Ein weiterer häufiger Kritikpunkt sind ungenügende Integrationsmechanismen. Auch in der Weiterbildung zeigen sich nach Meinung der Fachleute Schwächen. So beschäftige sich knapp jeder zweite Mitarbeiter nur gezwungenermaßen mit neuen Technologien, nur wenige bildeten sich aktiv durch Seminare oder Messebesuche im Java-Bereich weiter. Training durch Spezialisten findet nur in jedem fünften Fall statt. Gerade im Hinblick auf Innovation als wichtigen unternehmerischen Erfolgsfaktor sehen die Experten hier Nachholbedarf.

Unternehmens- und IT-Leitungen sollten im Sinne einer effektiven Weiterbildung verstärkt auf Technologie-Coaching setzen; so würden Innovationen schnell, kompetent und in voller Bandbreite gemeinsam in einem Team eingeführt und am Arbeitsplatz geschult, bekräftigt Roth. (Andreas Barthel/mk)

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