Firmen wissen zu wenig über VoIP

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Das Haupthindernis für die Verbreitung von VoIP liegt in der Unkenntnis vieler IT-Manager.  Das behauptet eine aktuelle Studie von Toplink.

Was sind die Gründe für die schleppende Verbreitung von VoIP in Unternehmen? Eine Antwort auf diese Frage versucht ein Report von Toplink zu geben. Gemeinsam mit Interactive Intelligence hat das Unternehmen aus Darmstadt eine Umfrage unter 100 Fach- und Führungskräften aus deutschen Unternehmen gestartet. Ergebnis: 51 Prozent der Befragten glauben, »dass Unternehmen nicht wissen, was sie über eine Migration auf die neue Telefon-Technologie tatsächlich an Kosten einsparen können.«

Weiter heißt es in dem Report: »Weitere 41 Prozent sehen in der Unkenntnis über die Synergieeffekte das Haupthindernis für eine schnellere Verbreitung der Voice-over-IP-Technik«.

Unkenntnis lässt Beratungs- und Schulungskosten steigen
IT-Manager, die den Einsatz von VoIP planen, sollten allerdings das Kostenargument sorgfältig prüfen. Denn gerade die erwähnte Unkenntnis kann zur Folge haben, dass die Kosten für Beratung und Schulung steigen. Zudem sind auch bei der Internernet-Telefonie die Gespräche in Mobilfunknetze meistens deutlich teurer als Verbindungen ins Festnetz.

Heterogene Systeme treiben die Kosten hoch
Laut Toplink sind es aber vor allem die heterogenen Systemlandschaften bei Unternehmen mit mehreren Niederlassungen, welche die Kommunikationskosten in die Höhe treiben. »Bei fünfzig TK-Anlagen, die in den Standorten aufgestellt sind, eventuell sogar von verschiedenen Anbietern, braucht man sich nicht wundern, dass die Kosten explodieren und der Verwaltungs- und Wartungsaufwand enorm hoch ist«, meint Jens Weller, Geschäftsführer von Toplink.

Gesamtlösungen senken die Kosten
Deshalb empfiehlt der Report den Einsatz von Gesamtlösungen aus einer Hand. Damit seien alle Systeme und Telefonanlagen interoperabel. Angeblich können Betriebe damit die Kosten bei Telefonanschlüssen um etwa 12 Prozent senken. Die Aufwendungen für die Verwaltung sinken um rund 34, die für die TK-Anlagen um 27 Prozent.

Sowohl Toplink als auch Interactive Intelligence bieten selbst Kommunikationslösungen für Unternehmen an. Das Darmstädter Unternehmen Toplink versteht sich als Anbieter von NGN-Lösungen (Next Generation Network). Die US-Firma Interactive Intelligence hat ihr Hauptquartier in Indianapolis und liefert IP-Telefonie-Produkte und -Services sowie Call-Center Software.
(Mehmet Toprak)

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