“Bewerbungen von WoW-Spielern zwecklos”

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Mit dieser Überschrift riet die New York Times dringend, gegenüber dem Personalchef lieber nichts von der eigenen Begeisterung für Games zu erwähnen. Ein führender IBM-Manager hält dagegen: Es fördere nachgerade Führungsqualitäten, Onlinespiele wie World of Warcraft zu spielen.

Die Times berief sich auf die Erfahrung eines Jobsuchenden mit einem Arbeitsvermittler: “Ich erwähnte nebenbei, dass ich Anfang der 2000er viel zu viel Zeit mit Onlinespielen verbracht hatte … Er gab mir zu verstehen, Arbeitgeber hätten ihn eindeutig angewiesen, ihnen keine World of Warcraft-Spieler zu schicken. Es gebe die Meinung, dass WoW-Gamer nicht 100 Prozent geben können, weil sie einen anderen Schwerpunkt haben, ihre Schlafgewohnheiten oft nicht so toll sind, und so weiter.”

Für die Spiele hingegen spricht David Laux, bei IBM weltweit zuständig für Games und interaktive Unterhaltung. Damit ist IBM nicht wirklich in der Gaming-Branche, vielmehr geht es der Firma um den Einsatz der eigenen Produkte bei der Entwicklung von Spielen.

Das Stereotyp vom einsamen, pickligen Gamer ist weit von der Wirklichkeit entfernt, argumentiert Laux, und das sei längst keine neue Erkenntnis mehr. In 65 Prozent der amerikanischen Haushalte werden Computer- oder Videospiele gespielt. Für 63 Prozent aller Eltern haben Games einen positiven Anteil am Leben ihrer Kinder. Die verschiedenen Kategorien von Spielen seien sie sogar geeignet, einzigartige und wünschenswerte Fähigkeiten zu vermitteln:

“Das geht von den Freizeitspielen, die die Merkfähigkeit verbessern und die Fähigkeit, Details zu unterscheiden, über Konsolenspiele und Shooter, die schnelle Entscheidungsfindung fördern, zu Rollenspielen wie World of Warcraft, die einzigartig darin sind, Führungsqualitäten zu entwickeln.”

WoW! Und stellt IBM jetzt bevorzugt Gamer ein?

(nik)

BBC

New York Times