Android Market spricht Deutsch – und bald Netbooks mit Android-OS?

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Die Androiden kommen: Entwickler können ihre Apps im Android Market bald auch zum Kauf anbieten. Google plant die baldige Eröffnung weiterer Android Markets in zahlreichen Ländern. Und die Gründer eines amerikanisch-deutschen Startups fanden heraus, wie gut ein Netbook mit dem Linux-basierten Handy-Betriebssystem läuft.

Wie Google einem Entwickler bestätigte, wird der Android Market schon in den kommenden Wochen in zahlreiche Länder expandieren. Deutschland, Österreich, Tschechien und Holland kommen gleich dran, noch im ersten Quartal 2009 folgen weitere europäische und asiatische Länder. Es ist davon auszugehen, dass die Markteröffnung zugleich mit der jeweiligen Markteinführung des ersten Android Phones in diesen Ländern erfolgt, dem T-Mobile G1. Es wird den Entwicklern möglich sein, Versionen ihrer Anwendungen nur für die jeweiligen Märkte verfügbar zu machen.

Durch lokale Bezahlsysteme entwickelt sich Googles Android Market analog zu Apples App Store, der Entwickler schon länger mit den erzielbaren Gewinnen zusätzlich motiviert. Und wenn es nach den Gründern des amerikanisch-deutschen Startups Mobile-facts (San Francisco / Paderborn) geht, könnte sich Android bald auch auf weiteren Plattformen wie Netbooks oder Internet Tablets verbreiten – und damit einen noch weit größeren Markt für sich vereinnahmen.

Sie machten die Probe aufs Exempel und portierten das Betriebssystem auf ein handelsübliches Netbook, den Eee PC PC 1000H von Asustek. Es gelang ihnen in nur vier Stunden, da die Treiber bereits verfügbar waren. Android passte die Darstellung sogar automatisch an den wesentlich größeren Bildschirm an, obwohl dessen Auflösung weit über jedes Mobiltelefon hinausgeht. Aus ihren Erfahrungen und den Einflüsterungen von Branchenquellen leiten sie die Vorhersage ab: Android-Netbooks kommen, vermutlich ab 2010.

(nik)

Martin Drashkov

Venture Beat