Der Tag, an dem die Zunes ausfielen (Update)

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Nach den Xbox-360-Besitzern erfahren nun die Käufer des Zune 30 GB, was mit Hardware von Microsoft alles passieren kann. Zum Beispiel ausfallen, gleichzeitig, massenhaft, von einem Tag zum anderen.

Der Xbox-Tod bekam die naheliegende Bezeichnung RROD (Red Ring of Death), die betroffenen Zune-Benutzer tauften ihre Krise Z2K9, da sich das fast gleichzeitige Einfrieren ihrer famosen Medienplayer so kurz vor Jahresende ereignete. Was immer die Zunes killt, dürfte allerdings nichts mit dem Jahreswechsel zu tun haben, der noch gar nicht stattgefunden hat.

Es begann um Mitternacht oder danach, von gestern auf heute, wie zahlreichen Berichten in den Zune-Foren zu entnehmen ist. Die Zunes 30 GB reagierten einfach nicht mehr, verweigerten den Dienst. Als hätten sie sich abgesprochen. Ein Zune-Besitzer gibt seine typische Erfahrung wieder:

“Heute gegen zwei Uhr morgens führten die Zune-Geräte offenbar einen Reset aus oder waren bereits aus. Schaltet man das Ding wieder ein, läuft es an und … friert mit einem vollen Startbalken ein. Ich dachte zuerst, das wäre nur meinem Bruder passiert, aber dann passierte es auch meinem Zune. Ich sah in den Foren nach, und es sieht danach aus, dass es allen passiert ist, die ein Modell mit 30-GB-Festplatte haben.”

Ein Hoax zum Jahresende? Dagegen spricht die Vielzahl von Erfahrungsberichten im Netz. Eine stimmige Erklärung steht andererseits noch aus und ist auch nicht so schnell zu erwarten, zumal es heute keinen telefonischen Support von Microsoft gibt.

Einem Gizmodo-Leser zufolge starb auch sein Zune, jedoch nicht der seiner Frau, deren Medienplayer längere Zeit nicht benutzt wurde und daher noch über eine ältere Firmware verfügt. Demzufolge habe das Zune-Sterben mit Microsofts aktueller Firmware zu tun.

Update am 1. Januar 2009: Z2K9 war gar nicht so falsch, wie Microsoft inzwischen offiziell bestätigte. Es lag am Schaltjahr und einem Fehler in der Firmware.

(nik)

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