Sony verliert weniger Geld mit PS3

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Zumindest mit der Hardware legt Sony noch immer klar drauf, kann sich aber über Herstellungskosten freuen, die um über ein Drittel gesunken sind. Schön für Sony – wäre nicht aus Konkurrenzgründen längst überfällig, den Verkaufspreis der Spielekonsole zu senken.

Die Material- und Marktforscher von Isuppli haben sich Sonys Playstation 3 erneut vorgenommen. Die gibt es inzwischen nämlich in einer neuen Generation, und die kann offenbar weitaus günstiger hergestellt werden. Dazu trugen vor allem die Umstellung der Chipfertigung von 90 nm auf 65 nm Strukturbreite bei IBMs Cell-Prozessor und weiteren Chips bei sowie die höhere Integration der Bauteile: Statt anfangs gut 4000 werden nur noch rund 2800 benötigt.

Das drückt die Herstellungskosten von 690,23 $ (Mitte 2007) auf 448,73 $ entsprechend den aktuellen Materialpreisen. Der in den USA übliche Verkaufspreis aber liegt mit 399 $ immer noch niedriger. Die Firma müsste daher das Minus weiterhin mit dem Verticken von Spielen und Einfordern von Lizenzgebühren hereinholen. Isuppli macht immerhin Hoffnung, Sony könne im Laufe des Jahres 2009 endlich kostendeckend herstellen.

Allerdings ist der gegenwärtige Verkaufspreis noch zu hoch, signalisiert der Markt. In den USA setzte Sony im November 19 Prozent weniger Konsolen um als noch ein Jahr zuvor. Die Analysten erwarten bestenfalls gleichbleibende oder sogar noch sinkende Umsätze.

Daraus entsteht eine fast unlösbare Zwickmühle für Sony. Der Preis müsste deutlich runter, um mit Wii einerseits und Xbox 360 andererseits mithalten zu können, und das in Rezessionszeiten. Größere Verluste kann der in finanzielle Turbulenzen geratene Konzern andererseits nicht einfach wegstecken, ohne die eigenen Anleger weiter zu verschrecken.

(nik)

Isuppli