Online-Werbemarkt legt steil zu

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Während insgesamt weniger für Werbung ausgegeben wurde und auch in der IT-Branche das Jammern über die Krise laut wurde, holte die Online-Werbung im Jahr 2008 satte 29 Prozent mehr rein im Vergleich zu 2007. Und die Stimmung fürs neue Jahr ist gut.

In den ersten drei Quartalen 2008 betrug der Zugewinn sogar 44 Prozent. Selbst in der hektischen Krisenstimmung des vierten Quartals blieb es immer noch bei einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Internet wird daher seinen Anteil am Werbemarkt weiter ausbauen, wagen daher die Oberen des Branchenverbands Bitkom in blendender Sektlaune zu prophezeien.

In Deutschland wurden 2008 für Online-Werbung 1,3 Milliarden Euro ausgegeben, wie Thomson Media Control ermittelte. Für Banner, Popups, Streaming Ads und all das. Nicht mitgerechnet wurden Suchwort- und Affiliate-Marketing. Zusammengezählt wurden auch nicht einfach die theoretischen Listenpreise, vielmehr die üblichen Rabatte und Agenturprovisionen berücksichtigt, um auf das Netto vom Brutto zu kommen.

Den größten Anteil an Online-Werbung geben noch immer Telekommunikationsfirmen und Internetplattformen in Auftrag mit einem Zuwachs von 34,5 Prozent, gefolgt von stationärem und Versandhandel (plus 19,9 Prozent). Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister drängeln sich auf dem dritten Platz (plus 37,6 Prozent). Nicht einmal die jammernden Autobauer traten auf die Bremse, so Bitkom-Vize Achim Berg:

“Selbst die stark unter Druck stehenden Autobauer sparen nicht an Online-Werbung, weil sie im Internet ihre Zielgruppe sehr genau erreichen.”

(Ähem, Chef? Rechnet sich das in steigende Budgets um?)

(nik)

Bitkom