Microsoft-Patent: PC nach Nutzung bezahlen

Allgemein

Der PC kommt kostenlos oder subventioniert ins Haus, dann aber tickt der Gebührenzähler. Bezahlt wird entsprechend den Aufgaben, die mit dem PC erledigt werden.

Das Patent mit dem Titel “Metered Pay-As-You-Go Computing Experience” wurde am 21. Juni 2007 eingereicht und am 25. Dezember 2008 veröffentlicht. Es beschreibt eine Maschine mit “leistungsmäßig skalierbaren Komponenten sowie wählbaren Software- und Service-Optionen”. Prozessor, Speicher und GPU sollen drosselbar sein, so dass ihre Geschwindigkeit entsprechend der Benutzungsgebühr einzustellen ist. Im weiteren beschreibt die Patentanmeldung den feuchten Traum Microsofts, für alles und jedes extra kassieren zu können:

“Software und Dienste können Textverarbeitung, E-Mail, Webbrowsen, Datenbankzugriff und mehr beinhalten. Um ein Geschäftsmodell der Bezahlung nach Nutzung zu unterstützen, kann jedes wählbare Element mit einem Preis verbunden sein, um es einem Benutzer zu erlauben, für die gewählten Dienste zu bezahlen, die vermutlich der oder den ausgeführten Aufgaben entsprechen. Ein Administrator könnte eine ähnliches User-Interface einsetzen, um Leistungsstufen für jeden Computer im Netzwerk zu bestimmen, so dass Leistung und Kosten entsprechend den Anforderungen eines Benutzers festzulegen sind.”

Microsoft sieht sowohl Privatkunden als auch Unternehmen als potenzielle Adressaten des Modells. Ein Office-Angebot soll mittlere Prozessor- und Grafikleistung mit den üblichen Produktivitätsanwendungen verbinden, während ein Gaming-Angebot mit mehr Prozessorkernen und 3D-Grafik punkten soll und ein Browsing-Angebot vor allem eine schnelle Netzwerkverbindung benötigt. Als mögliche Preise werden 1 $ stündlich fürs Büro, 1,25 $ für Gaming und 0,80 $ für Browsen genannt.

(nik)

Patentantrag 20080319910