Keylogger: Ein Millionengeschäft für Online-Betrüger

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Informatiker der Universität Mannheim sind im Internet auf 220.000 Zugangsdaten gestoßen, die mit der Hilfe von Keyloggern gestohlen wurden. Der Wert der Datensätze auf dem Schwarzmarkt wird auf bis zu 16,6 Millionen Dollar geschätzt.

Unter den Zugangsdaten sollen alleine 10.775 Accounts für Online-Banking gewesen sein, berichtet Presse.at. In dieser Kategorie war PayPal mit 2.263 gestohlenen Zugangsdaten am häufigsten vertreten. Den Großteil aller Datensätze machen allerdings Passwörter für Freemail-Angebote wie die von AOL, Google und Yahoo aus. Die Wissenschaftler fanden 150.000 Zugangsdaten dieser Art.

Gegenüber der Nachrichtenagentur sagte Thorsten Holz, einer der Projektmitarbeiter der Uni Mannheim, dass Keylogger in den letzten zwei bis drei Jahren stark weiterentwickelt wurden. Diese Art der Malware protokolliert alle auf deinem infizierten Computer gemachten Tastatureingaben und schickt diese Daten an eine so genannte Dropzone. Dies ist ein Server irgendwo im Internet, von wo der Entwickler des Keyloggers die Datensätze später abholt. Diese werden dann stückweise verkauft. (Christian Lanzerath)