Hynix fährt die DRAM-Produktion herunter

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Die US-Fabrik in Oregon soll verkauft, die Produktion von Speicherchips im nächsten Jahr um bis zu 30 Prozent eingedampft werden.

Der südkoreanische Halbleiterhersteller Hynix kündigte heute seine Maßnahmen an, um der Marktkrise im kommenden Jahr zu begegnen. So plane man, die überschüssigen Kapazitäten, sprich unausgelastete Fabriken, für gut 750 Millionen Dollar zu verkaufen. Hinsichtlich der Niederlassung in Oregon sei man schon mit diversen Interessenten in Gesprächen, bestätigte CEO Jong-Kap Kim. Dort wurden bis August noch DRAM-Bausteine gefertigt.

Mit Stilllegung, Verkauf und weiteren Reduzierungen werde Hynix seinen Ausstoß im nächsten Jahr um 20 bis 30 Prozent kürzen. »Das sind gewaltige Einschnitte, die auch andere DRAM-Produzenten dazu veranlassen könnten, ihre Produktion ebenfalls zu kürzen«, kommentiert Analyst Yuichi Ishida von Mizuho Investors Securities. Doch noch habe man den Boden der nachlassenden Nachfrage nicht erreicht.

Die taiwanische Regierung deutete jüngst an, seinen Chipherstellern finanziell zur Seite springen zu wollen, um einen Infarkt der Branche zu verhindern. Vize-Wirtschaftsminister Shih Yen-shiang kündigte an, Taipei könne die Bankkredite ausweiten und auch Firmenanteile kaufen, wenn es sein müsste. (Ralf Müller)