Abschiedsfoto? Polaroid flüchtet sich in den Gläubigerschutz

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Der Pionier des analogen Sofortbildes scheint das nächste Opfer der Krise zu sein: Die Polaroid Corp. meldete heute Chapter 11 an.

Der Hersteller aus Minnesota hofft, die Phase des Gläubigerschutzes in der Insolvenz dazu nutzen zu können, die eigenen Finanzen zu ordnen und wieder auf die Füße zu kommen.
“Unser Geschäftsverlauf hat nicht gelitten. Wir werden weiterhin unsere Produkte herstellen, ausliefern und die Nachfrage bedienen”, verspricht die Chefin Mary L. Jeffries. Man plane sogar, 2009 frische digitale Produkte herauszubringen. Erst vorigen Februar entschied sich der Hersteller, nach 60 Jahren Sofortbild sich der Ära der Digitalfotografie anzuschließen. Zu spät?

In Schwierigkeiten geraten sei man nur wegen der Muttergesellschaft Petters Group Worldwide, die Polaroid seit 2005 besitzt. Petters wird gerade wegen Betrugsvorwürfen von der Staatsanwaltschaft unter die Lupe genommen und beantragte längst Chapter 11. (Ralf Müller)