Studie zur Wirtschaftskrise: Kein Geld, kein Update

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Eine aktuelle staatliche Studie warnt, dass erste Unternehmen aus finanziellen Gründen bereits auf Hardware-Umrüstung und Software-Upgrades verzichten.

Das britische National Computing Centre (NCC) hatte die Untersuchung angeleiert, um herauszufinden, ob in der täglichen Geschäftspraxis die Finanzkrise schon Auswirkungen auf die IT-Abteilungen hat. Sie hat, berichtete gestern das Evaluation Centre.

Die Profi-Marktforscher schauten den Unternehmen über die Schulter bei Auswahl, Kauf und Nutzung von IT-Einrichtungen. Bei 23 Prozent der Probanden wurden Hardware-Anschaffungen und -austausch bereits verschoben, bei ähnlich vielen Firmen wurden schon die Software-Erneuerungen gestoppt. Auch 30 Prozent der IT-Infrastruktur-Projekte hat man demnach längst ausgesetzt.

»Das bestätigt den Trend, den wir schon bei der Überprüfung künftiger IT-Budgets aufspürten. Diese sind unter Druck und jedes Projekt, dass nicht überlebenswichtig ist, wird nun ausgesetzt oder gleich abgesagt«, erzählt Steve Fox, Leiter des Evaluation Centre.
Doch sein Team konnte auch einen Lichtblick aufspüren: Software as a Service (SaaS) erlebt einen Mini-Boom bei einer Wachstumsquote von 30 Prozent. Kein Wunder, schont diese Mietvariante mit niedrigen monatlichen Raten das Investitionsbudget. (Ralf Müller)