Studie: Qualitätsprobleme bei VoIP

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Voice over IP hat bei vielen Anwendern immer noch ein schlechtes Image. Ursache ist weniger die Technik, sondern der Praxis-Betrieb.

Unzuverlässig, kompliziert, schlechte Sprachqualität, diese Vokabeln fallen vielen Anwendern ein, wenn sie an Voice over IP denken. Logisch, dass das miese Image auch die Verbreitung der Technik auf dem Markt bremst.

Um die Ursachen für die mangelnde VoIP-Akzeptanz herauszufinden, hat das US-amerikanische Unternehmen Empirix zusammen mit der Zeitschrift Telekom Praxis eine Studie durchgeführt. Empirix hat sich darauf spezialisiert, die Qualität von Sprachanwendungen zu testen und Monitoring-Lösung anzubieten.

Studie analysiert Schwachstellen
Ziel der Studie war, den gegenwärtigen Stand der Implementierung von VoIP-Systemen zu herauszufinden. Dabei sollten auch die größten Schwachstellen erfasst und der Frage nachgegangen werden, was Anbieter dagegen unternehmen.

Befragt wurden Vertreter von etablierten Festnetzanbietern, Kabel- und Funknetzbetreibern sowie Internet-Service-Providern. Ergebnis: Die Nachfrage nach VoIP-Services hat zwar spürbar zugenommen, doch das schlechte Image von VoIP hat sich nicht verbessert. Das liegt allerdings nicht an der Technik, sondern am unzureichenden Betrieb.

Schlechte Sprachqualität
Zu den häufigsten Problemen beim VoIP zählen für 42 Prozent der Befragten Schwierigkeiten bei der Medienqualität mit direkten Auswirkungen auf die Sprachqualität. 38 Prozent bezeichnen zudem die Applikationen selbst als Ursache der Störungen ihrer Services.

Mit den Hammer Testing und Monitoring-Lösungen können Unternehmen die Qualität ihrer VoIP-Anlagen überprüfen. (Bild: Empirix)

Beide Faktoren sind laut Aussage der Befragten auch am schwierigsten zu beheben. Entsprechend prognostizieren 67 Proznet der Branchenexperten, dass diese Faktoren auch in den nächsten zwei Jahren die Hauptprobleme beim Betrieb von VoIP-Services bleiben werden.

Warten, bis der Kunde sich beschwert
Nur 56 Prozent der Befragten benutzen professionelle Monitoringsysteme, 44 Prozent der Betreiber warten darauf, dass sich Kunden von selbst beschweren und werden erst dann mit der Fehlerbeseitigung aktiv oder lassen ihre Mitarbeiter manuell nach Fehlern suchen.

Wie bei jedem technischen System wäre die kontinuierliche Überwachung von Qualität und Funktionalität der Systeme ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Service-Provider müssten deshalb erkennen, dass sich eine Investition in Systeme zur Qualitätssicherung durchaus lohnt. Logisch, dass dieses Ergebnis ganz gut in die Unternehmensstrategie von Empirix passt.
(Peter Baumann/mt)

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