Studie: Wachstum statt Krise im globalen Mobilfunksektor

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Die Marktforscher sehen überall dunkle Wolken heranziehen, nur nicht für die Akteure im Mobilfunkmarkt. Hier stehe bis 2013 weiterhin ein strammes Wachstum ins Haus.

Das britische Marktforschungsunternehmen Ovum prognostiziert in seiner Studie »Global Mobile Market Outlook« gute Zeiten für Provider und Telekomkonzerne. Die nächsten fünf Jahre werde die Mobilfunkbranche insgesamt global um 43 Prozent zulegen können.

Weltweit werde die Zahl der gebührenpflichtigen Verträge bis 2013 auf 5,63 Milliarden Stück explodieren. Die heutige Marktsättigung/Versorgungsgrad von 59 Prozent werde im kommenden halben Jahrzehnt auf immerhin 80 Prozent hochschnellen, glaubt Ovum.

Wachstumstreiber mit jährlichen Zuwachsraten von um die 12 Prozent seien dabei Länder wie China, Indien, Pakistan und Bangladesch. Deren Versorgungsgrad könne bis 2013 fast die Marke von 70 Prozent erreichen, was ein Plus von etwa 60 Prozent wäre. Kaum weniger Wachstum trauen die Engländer den Regionen Afrika und Asien-Pazifik zu. Die entwickelten Länder bewegen sich schon heute nahe am Sättigungsgrad. Hier sei es nur möglich, mittels mobiler Mehrwertdienste weiter zuzulegen.

Während die Zahl der Kunden weiter stark zulegen wird, hält Branchenumsatz damit nicht ganz Schritt. Ovum rechnet für die nächsten fünf Jahre mit rund 23 Prozent. Damit summiere sich der globale Umsatz auf etwa 1.100 Milliarden Dollar. Noch erfreulicher: Die Umsätze mit Datentransfer-Diensten sollen in den nächsten fünf Jahren um 79 Prozent zulegen. Allerdings relativiert Ovum, dass auch noch im Jahr 2013 noch 73 Prozent der Mobileinkünfte durch das klassische Telefongespräch erzeugt würden. (Ralf Müller)