MySpace schwenkt auf Echtnamen um

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Ganz leise und unauffällig hat das Portal der Anonymität den Rücken gekehrt und versucht, die Nutzer dazu zu bringen, ihren bürgerlichen Namen zu benutzen.

MySpace wurde schon oft dafür kritisiert, dass man den Profilen und Messages der Akteure nicht ansieht, wer wirklich dahinter steckt. Doch nicht etwa die steten Mahner veranlassen die Betreiber nun zum Umdenken, sondern der wachsende Erfolg von Konkurrent Facebook. Dort benutzen die Mitglieder schon immer ihren echten Namen, man weiß immer, mit wem man es zu tun hat. Und Facebook holt mit großen Schritten den MySpace-Vorsprung auf.

Noch ein wichtiger Aspekt: Nur mit echten Namen und Daten lässt sich Mehrwert produzieren, ob zu Marketingzwecken oder im Dienste von Drittfirmen. Zusatzservice wie etwa Facebook Connect funktioniert ohnehin nur mit Accounts auf Basis bürgerlicher Namen. MySpace arbeitet mit Partnern an dem Konkurrenzprodukt MySpaceID (vormals Data Availability) und braucht daher die Echtnamensangabe in den Accounts. (Ralf Müller)