Telekom-Angebot: Mehr Investitionen bei weniger Regulierung

BreitbandFinanzmarktNetzwerkePolitikTelekommunikationUnternehmen

Die Deutsche Telekom hat der Bundesregierung angeboten, Milliarden in die DSL-Infrastruktur zu investieren, wenn im Gegenzug die staatliche Regulierung zurückgefahren wird.

Auf dem IT-Gipfel Ende November machte sich Angela Merkel für einen Netzausbau auch in bislang schlecht mit Breitband-Internet versorgten Regionen stark. Man müsse Anreize schaffen, damit Unternehmen investieren, erklärte sie damals. Ein solcher Anreiz wäre beispielsweise der Verzicht auf Regulierungsmaßnahmen – zumindest für die Deutsche Telekom, die laut einem Bericht von Welt Online mit einem Angebot an die Bundesregierung herangetreten ist. Man wolle ohne staatliche Förderung Milliarden in die Infrastruktur stecken. Allerdings ginge das nur, so Telekom-Chef Obermann, »wenn die Rahmenbedingungen stimmen, und dazu zählt in erster Linie eine insgesamt investitionsfreundlichere Regulierung.«

Dem Bericht zufolge gibt es bei der Telekom interne Planungen, bis 2011 deutschlandweit 99 Prozent aller Haushalte mit 2 MBit/s anzubinden, wofür Investitionen von rund 2 Milliarden Euro notwendig seien. Stimmten die regulatorischen Rahmenbedingungen, wolle man auch den Glasfaserausbau vorantreiben, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. (Daniel Dubsky)