Qualcomm: Snapdragon soll’s Atom zeigen

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Dass Intel den Ton auf dem Netbook-Markt angibt, muss nicht so bleiben, findet Qualcomm. Ändern soll das ein Chip, der vier Jahre Entwicklungszeit benötigt und 350 Millionen Dollar gekostet hat.

Konnektivität statt Rechenleistung – das ist es nach Meinung von Qualcomm, was der Mobil-User wirklich will. Das Gerät, in dem die neuartigen Chips des Unternehmens sitzen sollen, ist nach den Vorstellungen der Entwickler nicht nur ständig im Betrieb, sondern hat auch permanent eine Verbindung zum Internet.

E-Mail wird automatisch vom Exchange-Server abgeholt, und wenn man den Rechenr zum Arbeiten aufklappt, ist sie bereits da. Das könne eine Intel-Plattform nicht leisten – da sei nach zwei oder drei Stunden der Akku leer.

Snapdragon dagegen soll nicht nur Intel auf diesem Feld schlagen, sondern auch die weitverbreiteten ARM-Prozessoren ersetzen, deren übliche Leistung von 500MHz  Qualcomm als zu gering erachtet.

Der Qualcomm QSD8672 Dual-Core Snapdragon verfügt folglich über zwei CPU-Cores mit einer Leistung von bis zu 1,5GHz, beherrscht HSPA+ und Download-Geschwindigkeiten von bis zu 28Mbps und ist GPS-fähig. Um das zu erreichen, hat Qualcomm von ARM keine Core-, sondern eine Architektur-Lizenz erworben, um seinen 45nm-Prozessor zu entwickeln.

Vorstellungen darüber, in welchen Geräten er auftauchen soll, gibt es auch: es gehe nicht um einen Laptop-Ersatz, auf dem man auch Photoshop nutzen kann, sondern darum, unterwegs Internet und e-Mail zu nutzen. Der Preis werde dabei wohl bei 399 Dollar liegen, die ein Netzbetreiber auf 199 Dollar heruntersubventionieren könne. Zu den Herstellern, die Snapdragon einsetzen wollen, gehören derzeit Acer, Asus und Toshiba. [gk]

CNET