AMD hat seine Abschussliste verlängert

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Die Axt setzt keinen Staub an bei AMD. Laut Medienberichten sehe sich der Halbleiterkonzern gezwungen, doch mehr Mitarbeiter vor die Tür zu setzen als befürchtet. Vor die Tür dürfen auch zwei neue Athlons.

Advanced Micro Devices folgt dem Beispiel von Intel, die per 10-Prozent-Rasenmähermethode ausdünnen.
Laut den Profi-Gerüchteverbreitern von DigiTimes werde der neuerliche Einschnitt im Wesentlichen die Produktionsstätten treffen. Forschung und Administration bleiben weitgehend verschont. Damit sind es in der Summe von den ursprünglich 16.500 Mitarbeitern also 13 Prozent, die gehen müssen. Durch das schwache Schlussquartal sei diese Entscheidung nötig geworden.
Eines der AMD-Probleme sei obendrein die Fabrikation in New York State. Die Einrichtungen dort sei einfach zu weit weg von den Zulieferern und den Abnehmern, kritisiert Morris Chang, Gründer des Auftragsherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Das belaste unnötig die Kostenstruktur des Halbleiterherstellers.

Bei der Gelegenheit plauderten die Taiwanesen auch gleich noch aus, dass AMD zwei neue Dual-Core Athlon-CPUs für Standard-Desktops bringen werde: Der X2 7750 Black Edition beschleunige auf 2,7 GHz und koste den Systembauern bloß 79 Dollar. Der normale X2 7750 begnügt sich mit einem Takt von 2,5 GHz und werde nur den OEM-Partnern von AMD zur Verfügung stehen. Beide CPUs enthalten 512 KByte Level-2-Cache für jeden Core sowie 2 MByte L3-Cache, den sich beide Cores teilen. (Ralf Müller)

DigiTimes