Studie: Europäischer Softwaremarkt kräftig in Bewegung

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Bislang dominierten die Briten in der Summe die Industrie. Doch sie bauen gerade stark ab, während die deutschen Softwarehäuser aufgeholt haben.

Die führende Marktposition in Europa könnte Großbritannien demnächst verlieren, sagt die von Microsoft in Auftrag gegebene Studie »Entwicklung der Zukunft« voraus, die von der British Computer Society und Intellect ausgeführt wurde. Erstmals umfasste deren Marktforschung ein Trend-Barometer, welches für die Entwickler von der Insel eindeutig abwärts zeigt.

Vor allem die kleinen Softwareschmieden und selbständigen Programmierer würden in alarmierender Zahl von der Insel verschwinden, berichtet der Report. Insbesondere verschlechtere sich das Verhältnis von benötigtem Know-how und verfügbaren Talenten. Zugleich könne die Software-Industrie in anderen Ländern Europas, vor allem in Deutschland, den Vorsprang der Briten mit großen Schritten einholen.

Grundsätzlich empfehlen die Marktforscher den Regierungen, kleine Unternehmen stärker zu fördern. »Politiker sollten den großen Konzernen und den mehrjährigen Riesen-Entwicklungsprojekten den Rücken kehren«, empfiehlt die Studie. Nun sei die Ära der kleinen und schnellen Lösungen angebrochen. Zugleich sollten die EU-Staaten deutlich mehr in die Infrastruktur, insbesondere IP-Netzwerke investieren. Das sei momentan der Schlüssel zu wirtschaftlichem Wachstum. Sonst werde man schlicht zurückfallen. (Ralf Müller)

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