Schwarze Schäferwölkchen beim Cloud Computing

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Websense warnt davor, dass die Hacker im nächsten Jahr ebenfalls die Vorteile der Cloud-Technologie für sich entdecken könnten. Dann gäbe es eine regelrechte SPAM- und Malware-Epidemie.

Die Vorzüge von Cloud Computing, vor allem die Effizienz-, Skalierungs- und Kostenvorteile, dürften schon bald die Malware-Macher anlocken, glaubt der Hersteller von Sicherheitsprodukten. Auch zum Testen der Schadsoftware sei die Infrastruktur leider ideal. Websense sieht obendrein den zunehmenden Missbrauch von Rich Internet Applications (RIA) voraus.

Hacker werden verstärkt versuchen, Sicherheitslücken in Apps wie Google Docs zu finden. »Die Angreifer suchen immer nach neuen Wegen und Werkzeugen, um ihre Attacken vorzutragen«, weiß Cheftechnologe Dan Hubbard aus Erfahrung. Er warnt die IT-Abteilung vor, dass sie im nächsten Jahr mehr zu tun bekommen und stets alle neuen Technologien und Apps im Auge behalten sollten.

»2009 werden die Datendiebe versuchen, ihre Botnets möglichst ohne Downzeiten am Start zuhaben. Auch werden sie gerne Cloud Computing einsetzen, um ihre Infrastruktur zu verteilen und dabei möglichst nicht von einzelnen Dienstleistern abhängig zu sein, um von den Behörden nicht so leicht aus dem Geschäft gedrängt zu werden«, befürchtet der Sicherheitsexperte. Daher werden Angriffswellen künftig wohl länger und erfolgreicher laufen als bislang. (Ralf Müller)