Business-Intelligence: Stark umkämpfter Markt

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Der wirtschaftliche Abschwung wird den Business-Intelligence-Markt weniger hart treffen als andere Bereiche. Den deutschen BI-Markt führt SAS Institute an.

Der US-amerikanische Softwareanbieter SAS Institute erreicht – wie schon die vergangenen Jahre – wieder Platz eins im deutschen Business-Intelligence-Ranking. Die Analysten von Pierre Audoin Consultants PAC haben für ihre BI-Marktstudie die 2007 erzielten Umsätze der fünf größten BI-Anbieter miteinander verglichen. SAS führt demnach mit einem Umsatz von rund 74 Millionen Euro in Deutschland.

Deutlich aufgeholt hat SAP mit der Übernahme durch Business Objects und kommt mit 71 Millionen Euro auf den zweiten Platz. Das gilt auch für IBM/Cognos mit 67 Millionen Euro und Oracle/Hyperion mit 48 Millionen Euro. Mit deutlichem Abstand folgt Microsoft mit 20 Millionen Euro an fünfter Stelle.

Erstaunlich dynamisch
»Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise wächst der Markt für Business Intelligence weiterhin mit einer erstaunlich hohen Dynamik«, erklärt Melanie Mack, Analystin und Beraterin bei Pierre Audoin Consultants. »Auch nach der Konsolidierungswelle des letzten Jahres konnte sich SAS als einer der wenigen globalen Business-Intelligence-Player in privater Hand an der Spitze des deutschen BI-Marktes behaupten«, so Mack.

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Umsatz von 74 Millionen Euro in Deutschland: SAS Institute, der erfolgreichste Anbieter von Business Intelligence.

BI-Lösungen werden Massenmarkt-fähig
»Das aktuelle Wachstum des BI-Marktes zeigt, dass der Bedarf an Lösungen, die einen schnelleren Zugang zu mehr Informationen versprechen, noch lange nicht gesättigt ist. Vielmehr werden BI-Tools zu einem Massenmarkt«, ist Dan Vesset, Program Vice President for Business Analytics Research bei IDC, überzeugt. »Zurzeit läuft das Vorspiel zum nächsten Marktzyklus – er wird uns Business Intelligence bringen, die das gesamte Unternehmen durchdringt.«

Auch im Bereich Business Analytics, ist SAS 2007 stärker als der Markt gewachsen. Wie hier die Marktforscher von IDC meldeten, legte der weltweite Markt für Analytics-Lösungen um 12,7 Prozent zu, während SAS seinen Umsatz im selben Zeitraum um 13,9 Prozent auf insgesamt 2,15 Milliarden US-Dollar steigern konnte.

Da Business Analytics vor allem im Risiko- oder Finanzmanagement zum Einsatz kommt, gehen die Marktforscher wegen der Finanzkrise davon aus, dass der Analytics-Markt bis 2012 um knapp zehn Prozent sinken wird.
(Stefan Girschner/mt)

Weblinks
PAC Pierre Audoin Consultants
IDC
SAS Institute