Apple-Händler Gravis: Was für eine Krise?

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In drei Jahren legte die Apple-affine Ladenkette an die 100 Prozent zu, 2008 um 25 Prozent. Auch das Weihnachtsgeschäft ist “von einem konjunkturellen Abschwung nicht betroffen”.

Der Zustrom kommt offensichtlich aus dem Windows-Lager, prahlt Gravis-Geschäftsführer Mohlberg in einem Interview mit den VDI-Nachrichten. Vor 15 bis 20 Jahren noch wäre Apple etwas für Bestandskunden gewesen, inzwischen sei mehr als jeder zweite Käufer ein Neukunde, angefixt über die Ipods und Iphones:

“Das sind wirkliche Einsteiger. Viele kommen seit 2004 über die Ipod-Familie. Nach Erfahrungen mit diesem Produkt sagen sie: Der nächste Computer soll ein Apple sein. Andere kommen mittlerweile über das Kulthandy Iphone.”

Die Welten von Apple und PC hätten sich angenähert, jedoch nicht unbedingt die Preise. Apple spiele “immer noch im Hochpreissegment”, freut sich Mohlberg, obwohl sich die Umsätze weg von den professionellen Lösungen zunehmend ins private Umfeld entwickelten. Zu Microsoft fällt ihm ein: “Microsoft hat sicher vieles richtig gemacht, aber …”

Auch nach der Eröffnung von Apples erstem deutschen Flaggschiff-Laden in München plant der größte deutsche Apple-Händler die Expansion mit weiteren Läden über die bisher 30 Filialen hinaus. Im Visier sind Städte mit über 150.000 Einwohnern. Gravis sucht Laufkundschaft in 1a-Lagen, nahe bekannten Einkaufsstraßen oder in Szenevierteln: “Wir sind als Computerhändler an Läden mit Mode und Lifestyle herangerückt.”

(nik)

VDI-Nachrichten