US-Regierung verklagt Sony wegen mangelhaftem Datenschutz

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The Company formerly known as Sony BMG, künftig schlicht Sony Music Entertainment, kriegt Ärger mit den US-Behörden – Geld war ihr offenbar wichtiger als Jugendschutz.

Wenn’s um’s Geld geht, kann man ja mal ein Auge zudrücken und Jugendliche so behandeln wie Erwachsene – das findet der Schnapshändler an der Ecke genauso richtig wie der multinationale Unterhaltungskonzern. Und so hat Sony Registrierungen auf seinen Musik-Websites zugelassen, wenn sie  von Kindern kamen, die das 13. Lebensjahr noch nicht erfüllt hatten und keine Einverständniserklärung ihrer Eltern vorlegen konnten.

Das wiederum hat nun die US-Behörden auf den Plan gerufen, die Sony vor einem Bezirksgericht in Manhattan auf eine noch nicht festgelegte Geldstrafe verklagen. Sony möchte das  ganze am liebsten mit einem Vergleich aus der Welt schaffen und ist bereit, eine MIllion Dollar als Strafe hinzublättern und einen Prüfmechanismus zu installieren, der verhindert, dass sich der Vorfall wiederholt.

Ob die Sache sich damit schon erledigt hat, ist allerdings zweifelhaft: Teil der Klage ist auch, dass Sony Kunden auf seiner WEbsite nicht genau darüber informiert, wie eigentlich Daten über sie gesammelt und weiterverwertet werden. [gk]

Reuters