Krise gibt Windows Vista den Rest

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Die krisenhafte Wirtschaftsentwicklung lässt viele Firmen zögern, Geld für größere IT-Umrüstungen auszugeben. Jedes zweite Unternehmen wartet daher lieber gleich auf Windows 7.

46 Prozent von 700 befragten Firmenchefs und IT-Managern erklärten die Absicht ihrer Firmen, direkt von Windows XP auf Windows 7 umsteigen, wenn es denn verfügbar würde. Und scheinen ganz froh zu sein, dass das nicht morgen oder übermorgen zu befürchten ist.

Wie weiterhin aus einer Studie von Sunbelt Software und Information Technology Intelligence Corp. hervorgeht, erwarten rund 27 Prozent der Firmen ein geringeres IT-Budget für das Jahr 2009. Branchenanalystin Laura DiDio, die die Untersuchung durchführte:

“Microsoft trifft die wirtschaftliche Abschwächung und die Tatsache, dass noch eine Menge Leben in XP steckt.”

Eine gute Nachricht dürfen Redmond / Unterschleißheim aber auch aus der Studie entnehmen, wenn sie es wagen sollten, sich genauer einzulesen. Von den 10 Prozent der befragten Firmen, die zu Windows Vista wechselten, bewerten fast 60 Prozent Leistung, Verlässlichkeit und Sicherheit des Betriebssystems mit gut, sehr gut oder hervorragend. Die lange Reihe von Korrekturen und Patches, die seit dem misslungenen Vista-Start vor zwei Jahren verabreicht wurden, scheint demnach allmählich zu wirken.

19 Prozent der mutigen Umsteiger beschreiben Vista jedoch als “nicht zufriedenstellend”. DiDio zufolge ist das oft auf nicht kompatible Business-Anwendungen zurückzuführen. Wie die Analystin betonte, wurde ihre Studie unabhängig erstellt ohne Einflussnahme eines Anbieters oder Sponsoring.

Seit letzter Woche flammen bereits Spekulationen über eine mögliche Gewinnwarnung Microsofts auf. MS-Finanzchef Christopher Liddell bat um längerfristiges Vertrauen: “Jeder Investor in Microsoft sollte die Tatsache akzeptieren, dass MSFT ein langfristiges Investment darstellt, keine Quartalsfirma.”

(nik)

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