Microsoft will Suchdaten kürzer speichern, wenn Google und Yahoo mitmachen

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Die EU möchte, dass Suchmaschinen die Anfragen ihrer Nutzer nicht länger als sechs Monate speichern. Microsoft erklärte nun, man wäre dazu bereit – unter der Voraussetzung, dass die Konkurrenz mitmacht.

Im April empfahl eine Arbeitsgruppe der EU-Kommission eine Speicherdauer von höchstens sechs Monaten für die Suchdaten. Wie die New York Times berichtet, hat Microsoft sich nun in einem Brief dazu bereit erklärt, jedoch zur Bedingung gemacht, dass Google und Yahoo die Daten ebenfalls nur sechs Monate speichern. Andernfalls wäre man entscheidend im Nachteil, erklärte Microsoft-Anwalt John Vassallo.

Google und Yahoo haben allerdings nicht vor, ihr Vorgehen zu ändern. Derzeit speichern die beiden die Suchanfragen für neun beziehungsweise 13 Monate – Microsoft hebt die Daten 18 Monate auf.

Google hatte den Zeitraum erst im September auf neun Monate verkürzt, damals aber auch angemerkt, dass dies die Nutzung der Daten schwieriger mache und die Qualität der Suchen beeinträchtigen könne. (Daniel Dubsky)