Deutsche Unternehmen suchen IT-Fachkräfte im Ausland

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Aufgrund des Mangels an Spezialisten und Führungskräften im Land haben inzwischen 62 Prozent der großen Unternehmen ihre Fühler über die Grenzen ausgestreckt.

Wie das »Institut für Beschäftigung und Employability« an der Fachhochschule Ludwigshafen im Auftrag des Personaldienstleisters Hays herausfand, macht sich der Fachkräftemangel auch bei rund 43 Prozent der kleinen und mittelständischen Betriebe bemerkbar. Bei allen befragten Unternehmen zielen die Rekrutierungsbemühungen in erster Linie auf qualifizierte Spezialisten (72 Prozent). Aber auch ausländische Führungskräfte werden bereits von jedem zweiten deutschen Großunternehmen im Ausland gesucht und gefunden.

»Der Fachkräftemangel ist in der Bundesrepublik nach wie vor ein Problem. Viele Unternehmen versuchen bereits, präventiv gegenzusteuern, Aus- und Weiterbildung zu intensiviert und sich ansonsten internationale Kompetenz einzukaufen«, erzählt Stefan Hardege, Referatsleiter Arbeitsmarkt und Zuwanderung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag.

Obwohl Frühverrentung und die Ausgrenzung von älteren Arbeitnehmern kritisiert werden, spielt die demografische Alterung der Gesellschaft in den Personalabteilungen bislang eine untergeordnete Rolle, da nur 8 Prozent sich um das Thema kümmern, stellten die Studienautoren erstaunt fest.
Nach Branchen aufgeschlüsselt werden derzeit vor allem IT-Spezialisten (40 Prozent) sowie Fachkräfte für Forschung und Entwicklung (37 Prozent) benötigt. In den kommenden Jahren verlagere sich der Schwerpunkt der Suche auf technisch ausgebildete Mitarbeiter (54 Prozent). (Ralf Müller)

Fachhochschule Ludwigshafen

pte

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