Cloud Computing: Vorsicht bei der Auto-Skalierung

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Als wertvoller Vorteil beim Cloud Computing wird so oft die dynamische Skalierbarkeit der Infrastruktur angepriesen. Doch so problemlos scheint die Sache nicht zu sein.

Um sie zu ködern, wird den Unternehmen versprochen, sie könnten ihre IT-Infrastruktur automatisch und in Echtzeit dem aktuellen Bedarf anpassen. Diese Auto-Skalierung klingt cool, soll sie doch über Tools wie enStratus ganz automatisch und ohne Arbeitsaufwand vonstatten gehen. Gerade im Falle von Webportalen, die gerne mal über Nacht unter plötzlichem Nachfrageschub in die Knie gehen, klingt das Einklinken in die Cloud nach einem Allheilmittel.

Abgesehen von berechtigten Zweifeln über die problemlose technische Realisierung dieser Funktionalität gibt es noch einen anderen Haken: Die Rechnung des Dienstleisters. Zusätzliche Kapazitäten dürfte der sich in der Regel gut honorieren lassen. Wer da per Automatik das System laufen lässt, könnte ganz schöne Überraschungen erleben.

Außerdem raten Experten dazu, den Kapazitätsbedarf lieber im Voraus zu planen und benötigte Aufstockungen bewusst zu verhandeln und vertraglich zu regeln. Meist wisse ein Unternehmen doch, wenn sich der Traffic auf den Servern signifikant ändern werde. Da könne man die Anpassungen locker planen. Dann wäre da noch die Frage, ob die Automatikfunktionen überhaupt in der Lage sind, zwischen wertvollem Datenverkehr und zum Beispiel einer DDoS-Attacke zu unterscheiden. (Ralf Müller)