AT&T: Symbian ist das Smartphone-OS

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AT&T beklagt den zersplitterten Smartphone-Markt und will sich auf ein einzige, flexible Plattform konzentrieren, die wahrscheinlich Symbian heißt. Das wird Nokia und Samsung freuen, da Symbian in den USA bislang nur eine Randerscheinung war.

Keine Panik, liebe Iphone- und Blackberry-Liebhaber. Der exklusive Iphone-Partner in den USA will beide keinesfalls aufgeben, vielmehr sollen diese Modelle von Drittfirmen weiterhin im Angebot bleiben. Was an Smartphones vollständig unter dem Label AT&T unter die Leute gebracht wird, soll aber ausschließlich auf einem Betriebssystem beruhen. Das werden nicht wenige sein, denn der Mobilfunker glaubt, dass sich bis 2014 überwiegend Smartphones im eigenen Netz einbuchen. Eben deshalb soll die Zersplitterung von Plattformen vermieden werden, die bislang die Entwicklung mobiler Anwendungen erschwerte.

Roger Smith, bei AT&T für die Services der nächsten Generation zuständig, hält Symbian für die beste Wahl. Das OS sei “ein sehr überzeugender und wahrscheinlicher Kandidat”, dieses eine Betriebssystem zu werden. Zu dieser Einschätzung trug sicher die Entscheidung Nokias bei, Symbian in eine Open-Source-Stiftung zu überführen und kostenlos anzubieten.

AT&T hatte zuvor auf Java als Plattform für mobile Anwendungen gesetzt, das die Hoffnungen jedoch nicht erfüllte. Und wer redet noch von Windows Mobile, das Berichten zufolge bereits von Apples Iphone überholt wurde? Entscheidet sich der Mobilfunkriese für Symbian, mindert es auch die Aussichten für das von Google geförderte Android, zu dem die Konkurrenten T-Mobile USA, Sprint und Verizon bislang mehr oder weniger neigen.

Während AT&T sich Symbian nähert, dachte Nokia bereits laut darüber nach, auf längere Sicht könne Linux in Nokia-Handys zu finden sein, jedenfalls in den High-End-Modellen. Android soll es aber auch nicht sein, sondern bevorzugt auf der Linux-basierten Entwicklungsplattform Maemo beruhen, das Nokia bereits bei den Surftablets N800 / N810 zum Einsatz brachte.

Bildet sich so etwas eine Allianz gegen das Android-OS, in dem die zunehmend als Konkurrenz empfundenen Google-Dienste tief verankert sind? Nokia sowie der Mobilfunkbetreiber AT&T wollen in den nächsten Jahren verstärkt eigene, teilweise werbefinanzierte Dienste anbieten.

(nik)

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