Toner-Feinstaub kommt gar nicht aus dem Toner

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Die kleinen Partikel, die Laserdrucker abgeben, kommen gar nicht aus dem Toner, haben Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts festgestellt. Denn auch wenn kein Toner im Drucker steckt, werden diese Teilchen emittiert.

Immer wieder wird über krankmachenden Toner-Feinstaub aus Laserdruckern berichtet. Doch die Partikel, die beim Drucken in die Luft gelangen, enthalten keinen giftigen Toner. Das haben Forscher des Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Instituts (WKI) und der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, jetzt nachgewiesen. Sie druckten ohne Toner und ohne Papier – die Kleinstteilchen gab es trotzdem.

»Ursächlich ist die Fixiereinheit – ein Bauteil, das sich beim Drucken auf bis zu 220 Grad Celsius aufheizt, um die Tonerteilchen auf dem Papier zu fixieren«, erklärt Dr. Michael Wensing vom WKI. Durch die hohen Temperaturen verdampfen flüchtige Stoffe wie Paraffine und Silikonöle und lagern sich zu Nanoteilchen zusammen.

Auf dem Markt gibt es einige Filter, die solche Emissionen verhindern sollen, doch die sind laut WKI nicht uneingeschränkt zu empfehlen. »Unsere Untersuchungen zeigen, dass die für Drucker angebotenen … Filter in ihrer Wirkung sehr unterschiedlich sind. Da die Ultrafeinpartikel nicht gerichtet aus dem Drucker emittieren, sondern etwa auch aus der Papierausgabe, ist der Effekt eines Filters begrenzt«, so Dr. Michael Wensing. (Daniel Dubsky)