AMDs neue Fab 4x bekommt weiterhin staatliche Unterstützung

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Die Neugründung »The Foundry Company« übernimmt vollständig die AMD-Halbleiterproduktion – auch das US-Neubauprojekt Fab 4x bei New York.

Eine wichtige Hürde hat die Nummer Zwei auf dem Prozessormarkt nun genommen: Die Empire State Development Corporation, eine staatliche Fördergesellschaft der Stadt New York, befürwortete die Standort-Förderung auch unter neuem Namen und Besitzverhältnissen. Die staatlichen Fördermaßnahmen für die Fab 4x im Luther Forest galten ursprünglich für AMD und nicht für eine Firma, welche die Produkte von AMD fertigen wird.  Die außerordentliche Sitzung fand am Montag in Manhattan statt. Am zehnten Dezember findet eine öffentliche Anhörung zur Ansiedlung und Förderung der Fab 4x statt.

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In Anbetracht der US-Finanzkrise und Meldungen zur möglichen Pleite der US-amerikanischen Autobauer (General Motors) erscheinen die strittigen IT-Subventionen gar nicht mehr so kostspielig. Eine andere Frage ist, wie der Konkurrent Intel staatliche Förderungen vom Konkurrenten betrachtet.

AMD, ATIC  und »The Foundry Company« versprechen, über 1400 Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Die geplanten Kosten des Fabrikneubaus betragen circa 4,6 Milliarden Dollar. New York will den Bau mit bis zu 1,2 Milliarden Dollar Fördermitteln unterstützen. In der Region befinden sich viele weitere High-Tech-Firmen, die zusammen mit der Universität von Albany und der SEMATECH einen bedeutsamen Forschungs-Cluster bilden. AMD will dort eigene Prozessoren, Grafikchips und sogar als Auftragsfertiger Halbleiter für andere Firmen fertigen.

Aktuell beherrscht AMD am Standort Dresden in der Fab 36 die 45nm-Fertigungstechnik und verkauft seit wenigen Tagen Opteron- und bald Phenom II-Prozessoren mit verbesserter Virtualisierungstechnik und weiteren modernen Features. (Martin Bobowsky)