Web 2.0-Studie: Unternehmen noch zu zögerlich

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Trotz der wachsenden Begeisterung der Belegschaft für interaktive Web-Inhalte führen die Unternehmen nur sehr zurückhaltend webbasierte Tools ein, kritisiert eine Untersuchung.

Schon der IT-Verband Bitkom stellte neulich fest, dass sich die Firmen ruhig etwas mutiger für die Vorteile moderner webbasierter Dienste entscheiden könnten. Doch selbst die Organisationen und Unternehmen in der IT-Branche versagen darin, die Vorteile in der modernen Technologie herauszuarbeiten und damit den einzelnen Arbeitsplatz effizienter zu gestalten, rügt die Marktstudie des Chartered Management Institutes (CMI). Nur ein kleiner Teil der Firmen setzen ein paar Web-2.0-Werkzeuge wie etwa Online-Applikationen ein: 36 Prozent nutzen teilweise Web-Programme wie Google Docs, lediglich 24 Prozent nutzen Webcasts.

Die CMI-Kritik betreffe sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Einsatz moderner Web-Werkzeuge. Zwar geben 95 Prozent der untersuchten Unternehmen zu, die E-Mail-Nutzung ihrer Mitarbeiter zu beobachten und in 60 Prozent der Fälle die Online-Aktivitäten ihrer Angestellten zu protokollieren, bei Bedarf auch unpassende Webseiten zu blockieren, aber kaum ein Unternehmen kümmere sich um die Verbesserung der Online-Arbeit.

»Jede Organisation sieht doch ganz klar, wie wohl sich die Mitarbeiter im Internet fühlen, mit welcher Selbstverständlichkeit sie die modernen Ressourcen anzapfen: Warum nicht diese Vertrautheit nutzen und beispielsweise ein Firmen-Wiki aufbauen, virtuelle Arbeitsplätze, die auch von daheim genutzt werden können, oder Unternehmens-Applikationen online stellen«, wundert sich Jo Causon, Marketing-Direktor bei CMI. (Ralf Müller)

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