Smartphone mit allem: Nokia N97

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Es gibt nichts, was es nicht können soll. Aber anfassen durften es die anwesenden Journalisten noch nicht, als Nokia das neue Flaggschiff-Handy heute in Barcelona präsentierte.

Auch wenn sich manche Berichte so lesen sollten, als hätten die Schreiber bereits damit gespielt, näher als eine Armlänge kamen sie nicht an die vorgezeigten Prototypen heran. Die ehrlicheren unter ihnen erwähnen das auch, und dass sie ihre übrigen Weisheiten durch eine Folienpräsentation vermittelt bekamen.

N97 ist die lange erwartete Rundumattacke gegen die Blackberrys und Iphones und Android Phones. Es hat einen 3,5-Zoll-Touchscreen wie das Iphone. Es hat taktiles Feedback, und das soll einen Tastendruck viel besser zurückmelden als etwa das Blackberry Storm durch sanftes Vibrieren unmittelbar unter dem Finger. Wie beim Android-Musterphone G1 fährt eine vollständige Buchstabentastatur seitlich aus. N97 stellt bereitwillig auch Flash-Videos dar (hallo, Apple).

Das S60-OS wurde für das berührungsempfindliche Display angepasst, auf dem sich Widgets für die gewünschten Dienste beliebig platzieren lassen. N97 ist Medienplayer, Web-Tablet und ein Navigationsgerät. Und richtig, ein Telefon. Vor allem stellt Nokia jedoch Messaging in den Vordergrund, und das schließt Push-Mail ebenso ein wie Social Networks. Dabei soll der Akku des Alleskönners unvergleichlich lange durchhalten, verspricht der Hersteller.

Die Kamera nimmt mit Zeiss-Objektiv, LED-Blitz und 5 Megapixel auf, das soll nebenbei auch Videos in DVD-Qualität bringen. Natürlich UMTS, HSDPA, EDGE, WLAN, Bluetooth, GPS. Der interne Speicher kommt auf 32 GB, erweiterbar durch Micro-SD-Speicherkarten bis zu satten 48 GB. Maße: 117 x 55 x 16 mm. Gewicht: 150 g. Die Markteinführung soll im ersten Halbjahr 2009 erfolgen zu einem voraussichtlichen Preis von 550 – 650 Euro ohne Vertragsbindung.

(nik)

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