Schnelles Internet fürs Land – statt Fernsehen

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Auch für Landeier ist breitbandiges Internet wichtig. Ein Pilotprojekt im brandenburgischen Wittstock/Dosse nutzt Rundfunkfrequenzen, um “die Breitbandlücken in Deutschland zu schließen”.

Hinter dem Projekt stehen die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) sowie T-Mobile in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur. MABB-Chef Hans Hege: “Die terrestrische Rundfunkversorgung konzentriert sich auf Ballungsräume, für die ländlichen Räume hat das breitbandige Internet eine zentrale Rolle, für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso wie für die Mediennutzung.”

Das Projekt soll die praktisch erzielbaren Reichweiten ermitteln, den Regelbetrieb im Rundfunkspektrum erproben und mögliche Störungen reduzieren helfen. In der ländlichen Region um Wittstock/Dosse ist das Internet bislang nur schmalbandig und mit niedrigen Datenraten zu empfangen. Ein kupfer- oder glasfaserbasierter Ausbau lohne sich nicht in derart dünn besiedelten Gebieten.

Die Basisstation befindet sich auf dem Funkmast nahe dem Autobahndreieck Wittstock. Durch ihre hohe Reichweite sind die Rundfunkfrequenzen günstiger im Vergleich zu einem Infrastrukturausbau über Mobilfunk- oder WiMAX-Frequenzen. Das Pilotprojekt zielt auf eine Ausweitung für das gesamte Land Brandenburg.

(nik)

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