Der Konsum flutscht wieder – auch morgen im Internet?

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Am Freitag stürmten die Amerikaner die Läden. Der “Black Friday” lief besser als gedacht. Nun steht am morgigen Montag der ebenfalls wichtige “Cyber Monday” an.

Die Welt hielt den Atem an, denn vom aktuellen Konsumverhalten der Amerikaner hängt ab, ob das Land und damit vielleicht der Rest der Welt in eine Depression abrutschen. Doch der Auftakt des Weihnachtsgeschäfts, der “Black Friday”, lief deutlich besser als erwartet. Bloomberg meldete letzte Nacht eine Hochrechnung, nachdem der Umsatz am Freitag sogar 3 Prozent über dem Niveau von 2007 gelegen hätte. Bei der Unterhaltungselektronik waren laut Amazon und eBay am häufigsten Wii, iPhone und iPod Touch gefragt. PayPal meldete 34 Prozent mehr Transaktionen als noch vor einem Jahr.
Laut den Berechnungen von ShopperTrak RCT Corp. sammelten sich vorgestern in den USA 10,6 Milliarden Dollar in den Kassen der Geschäfte. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktforscher auf den morgigen Montag, den nachweislich besten Online-Shopping-Tag des Jahres: Die Amerikaner sitzen nach dem langen Feiertags- und Einkaufs-Wochenende gelangweilt in ihren Büros und shoppen einfach online weiter. Falls der “Cyber Monday” ebenfalls gut läuft, gibt es Hoffnungen auf ein versöhnliches Jahresende.
“Zum Glück für den Konsumenten ist es gerade ein klassischer Käufermarkt. Daher glauben wir, dass die Kauflaune bis Weihnachten anhält”, verbreitet Marketing-Professor Audrey Guskey Optimismus. Der Einzelhandelsverband “National Retail Federation” prognostiziert für das gesamte US-Weihnachtsgeschäft, online wie offline, eine Endsumme von gut 470 Milliarden Dollar. Das wären 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wenn wir Europäer da mithalten würden (Leute: kaufen, kaufen, kaufen), dann kriegt die Wirtschaft vielleicht noch die Kurve. (rm)

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