Nach Mumbai-Attacke: Website beschuldigt Technologie

Allgemein

Der Schock sitzt tief in Indien, noch sind die Hintergründe der Terrorattacke nicht aufgeklärt, doch schon schiebt ein örtliches Online-Medium eine Teilschuld der Technik zu.

Das Magazin “CyberMedia India Online” (CIOL) weist im kritischen Tonfall darauf hin, dass die moderne (Kommunikations-) Technik den Terroristen die unmenschliche Aufgabe erleichtert habe. Das sei unfair, Böse Technik!
Seltsam, nicht wahr? Betrachten wir die Fakten: Ja, es wurden bei zwei toten Schützen Satelliten-Telefone gefunden. Und auch eine GPS-Karte von Mumbai-Süd. Dann meldete sich die Gruppierung “Deccan Mujahideen” per E-Mail, um sich zu den Taten zu bekennen. Daraus einen Vorwurf wie “Terroristen können problemlos an diese Systeme herankommen, um ihre Terror-Missionen zu planen und auszuführen” abzuleiten, klingt irreal. Was ist denn zum Beispiel mit den problemlos beschaffbaren Waffen und Granaten, die sie reichlich dabei hatten? Etwa bei eBay ersteigert? Klingt wie eine Argumentationskette von Schäuble. Liebe indische Freunde, wir können Euch da einen hervorragenden Innenminister abtreten. Der weiß genau, wie man mit einem Overkill von Technik die Terroristen zur Strecke bringt. (rm)

CIOL

INQ UK