Konjunkturschwäche: Panasonic ohne Weihnachtsfreuden

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Das nächste Jahr wird schwer für den japanischen Elektronikkonzern: kaum noch Gewinn, kaum noch Aktienwert und kaum noch eine Chance, Konkurrent Sanyo zu schlucken.

Der Weltmarktführer bei Plasma-Fernsehern hatte den Plan, sich mit der Übernahme seines Rivalen Sanyo abzusichern und eine unangreifbare Position im Markt zu erreichen. Doch die US-Bank Goldman Sachs, die auf einem großen Aktienpaket von Sanyo sitzt, brach diese Woche die Gespräche über den Verkauf ab. Überraschende Begründung: Das Angebot Panasonics sei zu niedrig. Mit diesem plötzlichen Meinungsumschwung steht die japanische Großübernahme auf der Kippe. Die japanischen Finanzhäuser Daiwa und Sumitomo Mitsui wollen ihre Sanyo-Aktien gerne verkaufen, aber damit gäbe es keine ausreichende Mehrheit.

Im März 2009 endet das Geschäftsjahr von Panasonic, doch es wird deutlich weniger Nettogewinn in den Firmenkassen hinterlassen als gedacht, sogar extreme 90 Prozent weniger: umgerechnet etwa 250 Millionen Euro sollen es nur noch sein. Als Quittung auf solche Nachrichten bezog die Aktie des Unternehmens Prügel an der Börse in Tokio. (Ralf Müller)

Forbes

Financial Times