Europa-Agenda: Kampf den Cyberkriminellen

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Die Union in Brüssel will endlich Ernst machen mit der Abwehr von Onlinetätern und verpflichtet Unternehmen und Polizisten zu einer konzertierten Aktion.

Für die nächsten fünf Jahre werden in der Europäischen Union schrittweise engere Kooperationen und ein stärkerer Datenaustausch zwischen dem Privatsektor, sprich Firmen und Organisationen, und den Ermittlungsbehörden forciert. Das Ziel ist ein Frühwarnsysstem, das vor breiter angelegten Online-Attacken warnt.

Als Nervenzentrale ihrer Abwehr-Aktivitäten will die EU eine Plattform aufbauen, für die gerade eine Anschubfinanzierung von 300.000 Euro vorgesehen wurde. Sie soll von Europol betrieben werden und Berichte und Meldungen sammeln, Informationen überprüfen und verteilen. Ergänzend sollen Internet-Ermittlungsteams, Cyber-Patrouillen, ferngesteuerte Suchaktionen und übergreifende gemeinsame Ermittler geben.

»Wir bauen auf die so nötige Kooperation zwischen den Mitgliedsstaaten und einem operativen ständigen Austausch der kritischen Informationen«, beschwört Vizepräsident Jacques Barrot den Erfolg der Cybercrime-Agenda. »Wenn die Strategie lautet, den Kampf gegen Cybercrime möglichst effektiv zu führen, müssen alle Beteiligten, also Kommission, Mitgliedsländer, Unternehmen und Behörden, sich voll zu dem Vorhaben bekennen und es implementieren. Wir sind bereit, Support anzubieten, auch finanziellen«, streckt Barrot zu Hand aus und meint damit vor allem die Privatwirtschaft.
(Ralf Müller)

Europäische Kommission

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