EU will Preislimit von 13 Cent pro Auslands-SMS

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Die EU-Kommission will für den Versand von SMS im Ausland eine Preisobergrenze von 13 Cent einführen. Viel zu wenig, befindet der Branchenverband Bitkom – den Mobilfunkern würden dadurch die Mittel für den weiteren Netzausbau fehlen.

Schon lange macht die EU gegen hohe Gebühren für die Handy-Nutzung im Ausland mobil. Nachdem man schon die Preise für Telefonate und Datentarife drückte, sind nun SMS dran. Einem Vorschlag der EU-Kommission, wonach für Auslands-SMS nur noch maximal 13 Cent (inklusive Mehrwertsteuer) berechnet werden dürfen, stimmten gestern die zuständigen Minister der EU-Mitgliedsstaaten zu. In der IT-Branche regt sich allerdings Kritik. Das sei viel zu wenig, bemängelte etwa Bitkom-Chef Bernhard Rohleder – es könne nicht sein, dass SMS im Ausland weniger kosteten als im Inland. Zudem würden die künstlich niedrig gehaltenen Preis den Netzausbau bremsen, da den Mobilfunkten Geld für Inestitionen fehlte. »Offenkundig will die EU systematisch testen, wie weit sie die Wirtschaft mit Preisdiktaten belasten kann«, sagte Rohleder. (Daniel Dubsky)