Atari stoppt Abmahn-Anwälte

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Der gebeutelte Spielevertrieb beendet seine Zusammenarbeit mit dem britischen Anwaltsbüro Davenport Lyons.

Um die Verbreitung von mutmasslich unlizensierten Kopien des Rennspiels Race07 (Hat das einer von euch? Taugt das was?) zu unterbinden, hatte der Spielevertrieb Atari (Ex-Infogrames) die britische Abmahnkanzlei Davenport Lyons engagiert, welche prompt Hunderte von Drohbriefen an britische mutmassliche Gamer versandte.

Nun kam die Kanzlei ins Gerede, weil sie auch die Abmahn-Vertretung von Porno-Produktionen (“Army Fuckers”, laut The Register “gay hardcore”) übernommen hatte. Das ist tatsächlich nochmal eine Ecke schwieriger: Wer möchte denn wegen “illegalen” Dateitausches von Hardcore-Pornos vor Gericht gezerrt werden.

Andererseits ist die Abmahnpraxis der Herren Davenport Lyons bis heute nie in einem Gerichtsverfahren nachgeprüft worden; die Stichhaltigkeit der von der Schweizer “copyright protection” Agentur Logistep gelieferten Daten bleibt hier also unbestätigt. Atari kündigte die Zusammenarbeit auf, behält sich vor, seine “geistigen Eigentumsrechte” weiter zu schützen, hat aber keinen konkreten Plan dazu.

The Register