Wettbewerbsvorteil durch Kinderpornografie

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Die US-Sauberkeitslobby ASACP warnt vor einem Missbrauch ihres Namens durch Unbekannte.

In den USA zeichnet sich ein Trend ab, der den wichtigen Kampf gegen die Ausbeutung von Minderjährigen tatsächlich schwächen könnte. So warnt die Association of Sites Advocating Child Protection (ASACP), dass anonyme Vigilanten unter dem Banner der ASACP Forenteilnehmer oder Webseitenbetreiber anmahnen, angeblich kinderpornografische Inhalte zu entfernen, selbst wenn es sich hier nur um normale, legale Pornografie handelt.

Nun können diese Vigilanten natürlich weltanschaulich-religiös übermotivierte Spinner sein, die ihre privaten Troll-Kreuzzüge betreiben, weil sie ansonsten kein eigenes Leben haben. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Warnung vor Kinderpornografie zu Wettbewerbszwecken dient, etwa um unliebsame Konkurrenz, auch durch private Anbieter freizügiger Inhalte, zu verdrängen oder zumindest zu behindern.

Der ASACP Director of Compliance and Technology, Tim Henning, weist daher darauf hin, dass Mitarbeiter seiner Lobbygruppe niemals persönlichen Kontakt zu mutmasslichen Kinderpornografen aufnehmen würden, sondern Beweismittel an die zuständigen Behörden übergäben.

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