Microsoft bringt DirectX 10 für alle

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Microsoft emuliert in Windows 7 die DirectX-10-Architektur und ermöglicht so DirectX 9 Karten den neuen Schnittstellen-Standard nahtlos einzubinden. Auch komplett ohne Grafikkarte, nur mit CPU, wird man künftig spielen können.

Für hardwareübergreifende Kompatibilität sorgen künftig zwei DirectX-10-Erweiterungen: Die erste nennt sich »Direct3D 10Level9« und die zweite »WARP10« (Windows Advanced Rasterization Platform). Während Level 9 die Beschleunigung der Grafikschnittstelle auch älteren Grafikkarten ermöglicht, geht WARP10 noch einen ganzen Schritt weiter. Mit der Emulationsumgebung brauchen PC-Spieler künftig nicht mal mehr eine Grafikkarte. Die Software lässt den Prozessor die Rechenarbeit übernehmen. Darunter leidet vor allem die Performance. Selbst ein aktueller Core i7 Prozessor ist laut Microsoft 91,24 Prozent langsamer als eine bereits etwas ältere Geforce 8800 GTS. Microsofts Ziel ist es allerdings nicht Grafikkarten durch WARP10 zu ersetzen, sondern damit lediglich eine Alternative zu bieten. In rechenstarken Multi-CPU-Umgebungen kann diese Virtualisierungstechnologie sicher recht flott 3D-Grafiken rendern. (Maxim Roubintchik)