Kein Japan-Erfolg: Nokia gibt entnervt auf

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Während in Deutschland die Marktanteile erodieren, werfen die Finnen in Fernost das Handy in die Ecke und fliehen von der Insel. Der Anfang vom Ende?

39 Prozent Weltmarktanteil, doch war das schon die Spitze für Nokia? In wichtigen großen Elektronikmärkten läuft es nicht mehr gut für die Finnen: In Amerika sind iPhone und BlackBerry auf dem Vormarsch, in Deutschland hat man sich das Bochum-Eigentor geschossen und nun kehrt Nokia freiwillig Japan den Rücken, dem viertgrößten Handymarkt der Welt.
Nur der teure Edelhandy-Ableger Vertu, der dafür frisch aufgebaute Mobilfunkdienst und eine Entwicklungsabteilung bleiben zurück und dürfen in Japan noch ein paar Yen einspielen. Für die normalen Nokia-Handys kam der Marktanteil auf den Inseln nie über 1 Prozent hinaus, zu stark waren die heimischen Konkurrenten.
“Im derzeitigen ökonomischen Klima ist die Entwicklung im japanischen Mobilfunkmarkt nicht länger tragbar”, lautete die wolkige Begründung von Nokia-Manager Timo Ihamuotila. Was nun? Afrika-Feldzug? (rm)

YLE

Financial Times

Seit Werksschließung in Bochum – Nokia verliert drastisch Marktanteile