Gebrauchte PCs gesucht – um Vista zu vermeiden

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Die Nachfrage nach Second-Hand-PCs gilt nicht nur der Hardware, sondern auch Windows XP, das Microsoft kaum mehr freiwillig herausrücken möchte. Melden Verkäufer und Branchenanalysten.

Zum einen wurden massenhaft Computer abgestoßen, da Microsofts Vista-Betriebssystem nach mehr und noch mehr Hardware-Ressourcen verlangte. Einer in dieser Woche von Gartner veröffentlichten Studie zufolge wurden allein im Jahr 2007 knapp 200 Millionen PCs ausgesondert, von denen 44 Prozent als Gebrauchtware wieder angeboten wurden.

Viele Verbraucher und Firmen ziehen gebrauchte PCs mit Windows XP vor, weil sie mit Software-Versionen arbeiten, die auf neuen Maschinen mit Windows Vista nicht zufriedenstellend arbeiten, erklärt David Daoud, Research-Manager bei IDC. Als Beispiel nennt er Nutzer, die gebrauchte PCs mit XP kaufen müssen, weil ihre Buchhaltungssoftware nicht mit Windows Vista kompatibel ist.

Rescuecom, eine Firma für Computerreparaturen, verkauft XP-basierte PCs an Firmen, die Vista-inkompatible Software einsetzen oder gezwungen wären, erheblich in Upgrades für die Kompatibilität zu investieren. “Der andere wesentliche Grund, um bei XP zu bleiben, ist Vereinheitlichung”, erklärt Josh Kaplan, President von Rescuecom. “Es kann Probleme mit Training und Kompatibilität schaffen, wenn man fünf PCs mit Vista und fünf mit XP hat.”

Den Preisvorteil gibt es noch dazu. Es gebe allerdings auch Anbieter, die nicht legale Windows-XP-Kopien beifügen, um gebrauchte PCs günstiger anbieten zu können, warnt Charles Smulders, Mitverfasser der Gartner-Studie. Besser sei es, Second-Hand-PCs großer Hersteller zu wählen, die mit einem eindeutig lizenzierten Betriebssystem kommen.

(nik)

PC World